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90 Jahre Nürburgring, das Eifelrennen und Stefan Bellof

Am 18. Juni 2017 feiert der Nürburgring seinen 90. Geburtstag. Schon Kaiser Wilhelm II. spielte mit dem Gedanken, in der Eifel eine Rennstrecke errichten zu lassen, weil Autorennen in Belgien, den USA sowie in Italien die Massen begeisterten. Ein Interesse, das jedoch schnell wieder abflachte und erst nach dem 1. Weltkrieg wieder stieg.

Auf einer 33 Kilometer langen Strecke bei Nideggen veranstaltete der Allgemeine Deutsche Automobilclub am 15. Juli 1922 das 1. Eifelrennen: 134 Fahrer aus vier Tourenwagen- und fünf Motorradklassen trafen auf 40.000 Zuschauer. Zwei Jahre später, bei der zweiten Auflage des Eifelrennens, kamen Gedanken in Gang, die im Bau der Nord- und Südschleife des Nürburgrings mündeten. Die Nordschleife überlebte bis heute und ist wie die neue Grand-Prix-Strecke Austragungsort des Eifelrennens 2017, das im Zeitraum vom 16. bis 18. Juni Bestandteil der Nürburgring Classic ist und vom DAMC 05 veranstaltet wird. Anlass genug, sich an den Mann zu erinnern, der bis heute mit seinem Porsche 956 K / Chassis 007 die schnellste Zeit auf der Nordschleife des Nürburgrings gefahren ist: Stefan Bellof.

Die Betreiberin des Nürburgrings, die Capricorn Nürburgring GmbH, beschreibt das Eifelrennen 2017 wie folgt: „Das neue Motorsport-Meeting, das ganz zurecht den Namen der Rennstrecke im Titel trägt, hat über ein Dutzend Rennserien zu Gast, wird bunter Treffpunkt für Klassiker-Besitzer an authentischer Stelle. Im Rahmen der Nürburgring Classic findet mit dem ADAC-Eifelrennen das 3-Stunden-Rennen der FHR-Langstrecke und der Youngtimer statt. Ein Highlight im Programm.
Schon 1927 tauchte der Name Eifelrennen im Eröffnungsrennen auf – damals fuhren die Grand-Prix Rennwagen – heute fahren die Klassiker im Motorsport als Königsklasse.“ Namen wie Rudolf Caracciola bei den Automobilen und Toni Bauhofer bei den Motorrädern prägten die ersten Jahre; Caracciola bald schon „Meister des Nürburgrings" genannt. Der heutige Bugatti-Namenspate Louis Chiron, Tazio Nuvolari, Bernd Rosemeyer, Hans Stuck oder Hermann Lang wurden am Nürburgring ebenso zu Legenden wie später Alberto Ascari, John Surtees, Jack Brabham oder James Hunt. Bellof aber schrieb eine ganz besondere Geschichte an diesem Ort.

Der Gießener sollte den Nürburgring – die von Jackie Stewart als grüne Hölle bezeichnet – bezwingen wie kein anderer Rennfahrer vor ihm. Damit schrieb er ein wesentliches Kapitel der Nordschleife mit: Er umrundete sie im Abschlusstraining des 1000-Kilometer-Rennens zur FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft 1983 in einer Fabelzeit von 6:11,13 Minuten. Diese Zeit sorgt noch heute, nach mehr als drei Jahrzehnten, für fassungsloses Kopfschütteln und dient als Parabel für die rasiermesserscharfe Balance zwischen Genialität und Übermut, so Porsche in einer Verlautbarung. Und damit, diese Leistung vollbracht zu haben, verschmilzt der Name Stefan Bellof mit der Legende Nürburgring auf eine Weise, wie sie einzigartiger nicht sein kann. Norbert Singer, der damalige Porsche-Chefingenieur: „Stefan hat eine Schallmauer durchbrochen, das war das Epochale an dieser Runde.“ Worte, die gerade zum Zeitpunkt, an dem der Nürburgring sein Jubiläum begeht, sich ganz nach vorne spülen im Bewusstsein der vielen Anhänger der Nordschleife und der Motorsport-Liebhaber.

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