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Die Modellautos im Hause Bellof: Spielzeug, Porsche und eine Kreidler Flory

Es war ein Höhepunkt der Adventszeit: Kurz vor Weihnachten hatten Georg Bellof und die Redaktion von Stefan-Bellof.de Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch, das inhaltlich echten Seltenheitswert hat: Die Modellautos im Hause Bellof!

Einerseits ging es um die Miniaturen, die heute in der Vitrine des Porsche-Instruktors parken, andererseits aber auch um die Modelle in der Jugendzeit der Gebrüder Stefan und Georg Bellof. Als Söhne der elterlichen Lackiererei sind sie quasi mit Autos aufgewachsen und pflegten wie alle anderen kleinen Jungs auch natürlich ihre Vorliebe für die Verkleinerungen ihrer Zeit. Nein, Minichamps-Modelle haben sie nicht gesammelt, denn die Aachener gab es seinerzeit noch gar nicht. Stefan und Georg Bellof waren Kinder der Jahre 1956 und 1957, besaßen also Spielzeugautos. Die Sammlermodelle der heutigen Qualität, die waren technisch in den 1960er-Jahren nicht machbar. Was aber hatte ein Mofa mit den Miniaturen gemeinsam? Und welche Automodelle parken heute in der Vitrine von Georg Bellof, einer der treibenden Kräfte hinter der Bewahrung des Andenkens seines Bruders in Form dieser Website? Nur die der Stefan-Bellof-Kollektion? Nein, aber irgendwie – doch. Wir haben nachgesehen!

Wenn zwei Brüder vom Geburtsjahr nur ein Jahr auseinander liegen, dann verschwimmt der Altersunterschied schon in der Kindheit gegen null. Georg Bellof und sein Bruder Stefan haben ihre Anfänge im Motorsport gemeinsam durchlebt, doch irgendwann hat der Familienrat bestimmt, das Geld der Familie in Stefan zu investieren. Dem Goa, wie der Ältere in Motorsportkreisen genannt wurde, hat es nicht geschadet: Er avancierte zu einem selbstständigen Zahntechnikermeister mit eigenem Dentallabor in Gießen und machte seine Karriere eben auf diesem Gebiet. In Sachen Spielzeugautos lagen die Brüder in ihren Vorlieben deutlich näher beieinander: Der Porsche 356 – Blechspielzeug vom Hersteller Schuco – deutete schon im frühen Kindesalter an, wohin die Reise des Lebens automobilistisch gehen würde. Aber wie im späteren Leben die Rennwagen hat der Langstrecken-Weltmeister von 1984 auf Porsche 956 nicht gezögert, seine Spielzeuge etwas härter ranzunehmen als der Bruder es mit seinen baugleichen Autos handhabte.

Das, so Georg Bellof, war ihnen dann auch anzusehen: Während Goa überaus pfleglich mit den Spielzeugen umgegangen ist, war der Neuzustand der Optik von Stefans Autos zeitlich begrenzter.  Was Goa an ein ganz anderes Thema erinnert: „Konfirmiert wurden Stefan und ich in ein und demselben Jahr. In einem Abwasch sozusagen. Für meinen Bruder war die Familienfeier einträglicher: Er bekam am Ende mehr Geld zusammen. So kaufte er mir mein Mofa – eine orangefarbene Kreidler Flory – und ‚verleaste‘ es mir für zwei DM die Woche; auf ein Jahr. Doch während meines nach Ablauf der ‚Leasingdauer‘ in einer Pikobello-Verfassung zurückging, war Stefan seins schon nach einem Monat in desolatem Zustand.“ Aber es hat Vorteile, Kind eines Lackiermeisters zu sein: Die Holz-356 der damaligen Zeit erhielten jedes Jahr eine neue Schicht Farbe, sodass sie zum Weihnachtsfest immer wieder wie neu ausgesehen haben, erinnert sich Goa. Aber wie sieht es heute mit dem Thema Modellautos im Hause Bellof aus?

Die Porsche experience ändete die Einstellung zu den Miniaturen

„Modellautos waren über Jahrzehnte überhaupt nicht mein Ding“, so der einstige Unternehmer, der sein erfolgreiches Dental-Labor längst verkauft hat und sich heute der Aufgabe widmet, "anderen Leuten das Autofahren beizubringen": Als Instruktor im Fahrsicherheitstraining der Porsche experience. Doch mit dieser Tätigkeit kam auch die Liebe zum Modellauto. Dies ganz einfach deswegen, weil er durch Porsche in den Besitz begehrter und limitierter Sondermodelle gekommen ist; meist im Maßstab 1:43. Das löste etwas in ihm aus, und so finden sich in seiner heimischen Vitrine selbstverständlich dann doch die Miniaturen der Stefan-Bellof-Collection: Die Porsche 956 aus der Langstrecken-WM etwa in 1:43 von CMR, aber auch der Brun-Porsche 962 im Design von Sponsor Torno von Norev im Format 1:18. Bei der Testfahrt seines Bruders im McLaren 1983 war Goa dabei: Kein Wunder, dass auch das diesbezügliche Modell zu Hause zu finden ist – wie mittlerweile alle Formel 1 seines Bruders aus der Zeit von Stefan in der Königsklasse des Motorsports.

Schwärmen für Porsche in allen Größen

Seit der 51. Kalenderwoche, der Vorweihnachtswoche, bietet Minichamps den Tyrrell 012 in 1:18 in der Lackierung zum Training des Großen Preises von Monaco 1984 an, der sich von der Version des unvergessenen Regenrennens durch eine Lackierung in den Farben von Kosmetikhersteller Yardley unterscheidet: Eine echte Top-Neuheit! Zwei ebenfalls brandneue Errungenschaften sind es, die Georg Bellof vor kurzem erst Freude bereitet haben: Zum einen schwärmt er von den Modellautos des Ralt RT3, mit dem Stefan für das Gelo Nachwuchs Racing Team 1981 in der German F3 Championship angetreten ist und die Minichamps in einer Auflage von 333 Exemplaren im Maßstab 1:43 exklusiv für ck-modelcars.de unter der Artikelnummer 447810303 hergestellt hat. Zum anderen ist Georg Bellof begeistert vom Modell des neuen Porsche 911 der Baureihe 992, das er bereits in 1:43 in gelb und mit Glasdach besitzt. Es hat eben Vorteile, wenn man als Instruktor der Porsche experience tätig ist und an den Treffen mit seinen Kollegen teilnimmt.

Wie zuletzt auf Mallorca, in der Woche vor dem Gespräch, das zu diesem Artikel geführt hat: Goa Bellof kam anlässlich dieser Veranstaltung erstmals mit dem neuen Porsche 911 der neuesten Generation in Berührung und zeigt sich von der Neuauflage des Sportwagens begeistert: „Es ist immer wieder unglaublich wie es Porsche schafft, die Messlatte höher zu legen! Der neue 911 / 992 hat als ganzes Konstrukt gegenüber seinem Vorgänger der Reihe 991 II noch einmal zugelegt: Im Komfort ebenso wie in der Traktion. Keiner schafft den Spagat aus Komfort und Sportlichkeit so wie Porsche! Wie der neue 911 fährt und funktioniert ist einfach mega!“ Unter dem Eindruck seiner Ausführungen spüren wir sie deutlich, die Fasziniation Porsche, die der Marke weltweit leidenschaftliche Fans beschert und den Freunden der Stuttgarter mit ihren Produkten viel Freude bereitet. Denen, die die Sportwagen in der Garage stehen haben wie auch denen, die ihre Sammlungen in den heimischen Vitrinen pflegen.

Danke, Goa Bellof, für dieses schöne Gespräch! 

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